Berichte & andere Themen

Gewünschte Eintragung von Terminen bitte per E-Mail melden!

Sprechen Sie mit dem Geschäftsführer des TG Worms Hockey e.V. und fordern Sie Infos zum geeigneten Bildmaterial an!

Relativ kurzentschlossen bin ich mit meinen drei Hockey-verrückten Söhnen, meiner Hockey-interessierten Tochter und meiner zunehmend Hockey-begeisterten Frau nach Berlin zur Hockey-WM gereist. Den Entschluss haben wir nach einem Freundschaftsspiel der Herren-Nationalmannschaft im nahen Neustadt und der anschließenden netten Frage- und Fotorunde mit den Spielern gefasst. Wir haben nur Viertel- Halb- und Finalspiele und natürlich die Spiele um Platz 3 gesehen.

Drumherum war natürlich eine kleines Touristikprogramm mit Stadtrundfahrt im Doppeldeckerbus, Reichstag und dem traditionsreichen Berliner Zoo gebastelt.

Die WM fand in der Max-Schmeling-Halle statt, die 8300 Zuschauer fasst. Durch die Tatsache, dass man an einem Tag in der Halle 4-10 Spiele sieht, bekommt sogar der Halblaie wie ich einen Eindruck von unterschiedlichen Spielstrategien und -Stilen. Besonders beeindruckend war der Kontrast im Spiel  Australien gegen Iran um Platz 3. Die Spieler aus Iran, die sich schon am Vortag durch gute Laune, faires Spiel und ehrliche Freude über ihre Erfolge in die Herzen der Zuschauer gespielt hatten, spielten ein hochintelligentes schnelles und strategisches Hockey, wogegen die Australier mit äußerst athletischen Spielern ihre Herkunft von der Weltspitze des Feldhockey nicht verleugnen konnten. 

Beides schön und unterhaltsam anzuschauen; effektiver waren die Iraner, die sich so gefreut haben, als hätten sie alle Weltmeistertitel der nächsten 10 Jahre gewonnen. Die Australier waren mit ihrer besten Hallenplatzierung aller Zeiten aber auch zufrieden und zu recht stolz.

Bei den Damen haben mich die Spielerinnen aus Weißrussland mit tollem Hockey überrascht und haben gegen die Ukrainerinnen den dritten Platz geholt. Merkwürdig war es eine Mannschaft zu sehen, deren Land sich gerade im Krieg befindet. Wir haben uns mehrfach darüber unterhalten, wie wohl der Alltag der Leistungsportlerinnen in der Ukraine aussehen mag. Tiefer Respekt vor diesen Spielerinnen!

Die deutschen Damen haben gegen die favorisierten Titelverteidigerinnen in einem recht ausgeglichenen Spiel gewonnen. Die Niederländerinnen haben sich aber auch so sehr gefreut und ich habe keinen Zweifel, dass die anschließende Party bei den Zweitplatzierten aus unserem Nachbarland ein Riesenspaß war ohne lange Gesichter.

Im Gegensatz hierzu schien bei den deutschen Herren jeglicher Lebenswille nach der Niederlage im Finale gegen Österreich  erloschen. Man muß einschränkend sagen, dass die Niederlage nicht verdient war und auch erst im Penaltyschießen zu Stande kam. Die deutschen Herren, sicher die mit Abstand beste Mannschaft des Turniers, haben das gesamte Spiel dominiert und durchgehend zu recht in Führung gelegen. Alle Gegentore zum 3:3 Endstand kamen durch Ecken zu Stande, das letzte in den letzten 30 Sekunden der regulären Spielzeit. Die Niederlage hatte sehr viel mit dem m.E. besten Spieler (da gehen in der Familie die Meinungen auseinander) der deutschen Mannschaft zu tun.

Tobias Hauke hatte eine Eckenreingabe nicht gestoppt bekommen, die letzte Ecke verursacht und zwei Penaltys vergeben. Trotzdem war er die Ausnahme, die sich anschließend wie ein Sportsmann verhalten hat, den Gewinnern herzlich gratuliert und sich beim Publikum bedankt hat. Das Verhalten und die Körpersprache der meisten Mannschaftsmitglieder hat im Gegensatz dazu nicht zur Anerkennung beim Publikum beigetragen.

Zusammenfassend waren es zwei tolle Hockeytage und ein schöner Kurzausflug in die Hauptstadt, die sich seit meinem letzten Besuch zu einer Metropole entwickelt hat.

Mit einem lachenden und weinenden Auge musste ich zur Kenntnis nehmen, dass die Hockey-WM ein echtes sportliches Großereignis war. Die Halle war voll und die Spiele wurden im Fernsehen übertragen. Die Schattenseite davon ist, dass im Vergleich zu den WM in Den Haag 2014 und Leipzig 2015 ein Besuch dramatisch teuerer geworden ist. Nicht nur dass die Eintrittspreise für eine Großfamilie ein echter Faktor geworden sind. Auch der äußerst unangenehme und inkompetente Sicherheitsdienst war eine Zumutung und hat u.a. die Mitnahme jeglicher Speisen und Getränke unterbunden,  was zu Folge hatte, dass alle hungrigen und vor allem durstigen Kehlen vom völlig überteuerten Cateringmonopolisten gesättigt werden mussten. Auch wurden die Spieler und Spielerinnen vor den Kindern abgeschirmt, was bei vielen Familien für Verärgerung gesorgt hat; das passt einfach nicht zum Hockey, dem Ballsport der freundlichen Menschen.

Gregor Maiwald

Hockey-Vater und Fördervereinsvorsitzender

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Juli 2018
M D M D F S S
« Jun    
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  
Parkverbot vor der TGW Halle

 

 

 

Liebe Mitglieder und Besucher. Bitte beachten Sie das Parkverbot auf den für die Trainer der Turngemeinde reservierten Plätze.

Sponsoren & Werbepartner – hier könnte auch Ihr Logo stehen!